Bergsteigen im Steinernen Meer, 21. bis 23. September 2025

Zwölf Mitglieder der Naturfreunde Cham haben drei schöne Tage im Steinernen Meer verbracht. Gestartet wurde am Sonntag Früh nach Schönau am Königsee, wo es mit dem Schiff weiter nach Salet ging. Am Königsee herrschte bei herrlichem Wetter Hochbetrieb, den die Bergsteiger nach dem Weg vorbei am Obersee aber schnell hinter sich ließen. Über den steilen Röthsteig wurde in dreieinhalb Stunden auf die 1.423 m hoch gelegene Wasseralm aufgestiegen, wo die erste Nacht verbracht wurde. In der Dämmerung konnten mehrere Hirschkühe auf der Almfläche beobachtet werden und das Röhren der Hirsche war in den umliegenden Wäldern die ganze Nacht zu hören. Frisch gestärkt ging es am nächsten Morgen zum Höhepunkt der Tour, der Überschreitung des 2.578 m hohen Funtenseetauern, der als mächtiger Gebirgsstock zentral im Steinernen Meer liegt. Die Bergtour ist anspruchsvoll und führt in absoluter Bergeinsamkeit durch wegloses Gelände, in dem guter Orientierungssinn nötig ist. Der Weg führt - teilweise in leichter Kletterei - durch die Nordostflanke über die riesige Karstmulde des Unsunnigen Winkl in den Sattel zwischen Leiterkopf und Graskopf, dann rechts in die Steinerne Grube und in mehreren Karststufen hinauf zum Gipfel des Funtenseetauern, der nach etwa viereinhalb Stunden erreicht war. Trotz Bewölkung war die Sicht sehr gut. So konnte man vom Wilden Kaiser im Westen bis zum Dachstein und Gesäuse im Osten sehen. Auch der Tiefblick ins Steinerne Meer und zum Königsee war grandios. Auf dem Normalweg ging es teils steil bergab zum Kärlingerhaus am Funtensee, wo die zweite Nacht verbracht wurde. Am Vormittag des dritten Tages wurde noch der Hausberg des Kärlingerhauses, der 2.158 m hohe Viehkogel, bestiegen, ehe durch die Saugasse nach Sankt Bartholomä abgestiegen wurde. Ein Schiff brachte die Bergsteiger wieder nach Schönau am Königssee zurück, von wo die Heimreise angetreten wurde.

 

Trotz der Anstrengung waren alle Teilnehmer begeistert von der grandiosen Landschaft in der Einsamkeit des Steinernen Meeres und freuen sich schon auf die nächste Tour.